Ankeraufgabe „Sprechen und sprachsensibel unterrichten“

Stellen Sie sich vor, Sie möchten für Ihre Klasse einen möglichst verständlichen Text zu einem beliebigen Thema aus einem Lehrbuch auswählen. Dazu müssen Sie überprüfen, ob der Text für Ihre Schüler Verständlichkeitshürden beinhaltet. Das Hamburger Verständlichkeitsmodell stellt die Kriterien Einfachheit, Gliederung, Prägnanz und Anregung  in den Mittelpunkt und liefert damit ein praktikables Werkzeug um Verständlichkeitshürden zu vermeiden.

Überprüfen Sie den Beispieltext an Hand der folgenden Kontrollfragen auf Schülerverständlichkeit. Formulieren Sie kritische Passagen so um, dass sie den Anforderungen entsprechen.

1. Ist der Text einfach formuliert und gut verständlich?

Diese Texte enthalten kurze Sätze mit Schülern vertrauten Wörtern. Falls Fachbegriffe enthalten sind, werden sie an Ort und Stelle erklärt.

2. Ist der Text übersichtlich gegliedert und wird seine Struktur durch einen roten Faden deutlich gemacht?

Diese Texte enthalten Zwischenüberschriften und eine optische Gliederung, z.B. durch Absätze. Der Schüler soll wesentliche Informationen und Zusatzinformationen unterscheiden können, sowie den roten Faden erkennen können. Signalwörter (z. B. „insbesondere“, „in erster Linie“ oder „darüber hinaus“ auf der anderen Seite) können dabei hilfreich sein.  Auch könnten wesentliche Informationen grundsätzlich an den Anfang der Abschnitte gestellt, und auf diese Weise hervorgehoben werden.

3. Ist der Text prägnant formuliert und in seiner Länge für die Klassenstufe angemessen?

Diese Texte sind nicht ausschweifend aber auch nicht extrem knapp formuliert. Extrem knapp formulierte Texte sind häufig inhaltlich so konzentriert, dass sie für Schüler schwer verständlich sind. Lange Texte enthalten oft Belanglosigkeiten und vermögen die Schüler nicht zu interessierten.

4. Enthält der Text anregende Zusätze (z. B. erklärende Bilder, Grafiken oder verdeutlichende Beispiele)?

 

Beispielaufgabe:

Der folgende Text entspricht nicht den Qualitätskriterien des Hamburger Verständlichkeitsmodells. Identifizieren Sie kritische Passagen und überarbeiten Sie den Text, so dass die Kriterien erfüllt sind.

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Seen und ihre Lebensgemeinschaft

 

Seen sind ständig mit H2O gefüllte Vertiefungen der Erdoberfläche, sie werden gespeist durch Quellen und Flüsse. Bei uns in Deutschland sind die meisten Seen eutroph, das heißt sie weisen ein üppiges Pflanzenwachstum auf. Dort ist das Wasser zwar trüb, aber es gibt dennoch viele Fische. Die Fische profitieren von dem stattlichen Nahrungsangebot in ihrem Lebensraum.Wird der See zu nährstoffreich, kann er jedoch umkippen. Ein See kann natürlich nicht richtig umfallen, jedoch kann das Gleichgewicht aus den Fugen geraten. Dann hat der See zu wenig Sauerstoff, wodurch die Fische sterben. Die abgestorbenen Fische schwimmen zunächst auf der Wasseroberfläche. Anschließend werden sie am Grund des Sees von Mikroorganismen zersetzt und tragen somit zur weiteren Düngung des Sees bei. Unter Normalbedingungen gibt es recht viele Fischarten in einem See. Darunter sind Raubfische wie der Hecht, der sich gerne zwischen den Wasserpflanzen in Ufernähe versteckt und Friedfische wie der Karpfen, der sich auch im freien Wasser aufhalten kann. Es liegt in der Verantwortung des Menschen, dass ein Umkippen der Seen in Zukunft verhindert wird. Weitere Belastungen der Gewässer durch Einleitungen, Düngemittel und Müll müssen vermieden werden.

 

 

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Ein eutropher See

 

 

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