Handlungssituation „Inhalte und Kompetenzen auswählen und phasieren“

Handlungssituation: Inhalte und Kompetenzen auswählen und phasieren

In Ihrem Studium haben Sie eine Vielzahl fachwissenschaftlicher Erkenntnisse gesammelt, die sie nun unter den Bedingungen realen Unterrichtes an eine bestimmte Zielgruppe vermitteln sollen. Hierzu ist es notwendig, aus der vorhandenen Vielzahl die Inhalte auszuwählen und mit Handlungen zu verknüpfen, die für Ihre Zielgruppe von Bedeutung sind, und die den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Dabei müssen sie die Rahmenbedingungen des Unterrichtes richtig einschätzen lernen – neben den vorhandenen Medien und Materialien und den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler bedeutet das vor allem, mit dem für den Unterricht typischen Problem „Zeitmangel“ richtig umzugehen.

Neben der Auswahl der Inhalte und Handlungen wird es darauf ankommen, die Inhalte in eine verständliche und logisch aufeinander Aufbauende Abfolge zu bringen und mit einem Kontext zu verknüpfen. Im Idealfall können Sie mit den Inhalten eine Geschichte erzählen, die für die Schüler motivierend ist und sie dabei unterstützt, einen eigenen Zugang zu den Inhalten zu finden.

 

 

 

Beteiligte Themen Kompetenzen
Uni: Vorbereitende Seminare Definition des Kompetezbegriffs (Weinert)Kompetenzmodelle (allgemein )Konzeptwechsel Fehlvorstellungen

Die Studierende können verschiedene Kompetenzmodelle erklären und bewerten.

Die Studierenden nennen – themenbezogen – häufig vorkommene Schülervorstellungen.

Die Studierenden benennen Möglichkeiten des Konzeptwechsels, um von einer Schülervorstellung zu einer fachwissenschaftlich fundierten Modellvorstellung zu kommen.

Die Studierenden wenden Diagnostische Verfahren an um eine an den Lernvoraussetzungen der Schüler orientierte Unterrichtsplanung zu erstellen und beziehen Ergebnisse aus vorherigen individuellen Lernstandsbeobachtungen in ihre Zielsetzung mit ein.

Siehe auch Handlungssituation „Diagnose des Lernprozesses

ZfsL: Didaktische Reduktion Sachstrukturdiagramme Kompetenzraster (Niveaustufen; Ich kann…)

Die Studierenden können in der Planung festlegen, über welche Konzepte die Schüler nach Abschluß der Unterrichtsreihe verfügen sollen.

Die Studierenden sollen Kompetenzen aus den unterschiedlichen Vorgaben (Kernlehrplan, schulinterner Lehrplan, Bildungsstandards) für eine Lerngruppe auswählen und die Auswahl begründen.

Die Studierenden kennen Methoden Zieltransparenz zu erzeugen, um die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Schule: Schulinterne LehrpläneAnspruch und Realität

Die Studierenden kennen die Schulinternen Lehrpläne und nutzen sie für die Beobachtung und Vorbereitung ihres Unterrichtes.

Die Studierenden kennen verschiedene Unterrichtsmethoden die zu einem Konzeptwechsel bei den Schülerinnen und Schülern führen können und wenden diese in einer Unterrichtsplanung an.

VI Uni: Prüfungs-leistungen  

In Portfolio und Kolloquium:

– Kurze Darstellung des Unterrichtsziels und der ausgewählten Kompetenzen-

-Darstellung des Pre-Tests und seiner Ergebnisse- Konsequenzen für den Aufbau der Unterrichtsreihe und die gewählten Methoden und Medien

– Wie können Anwendungs- Übungs- und Vernetzungsphasen gestaltet werden?

– Wie kann der Kompetenzzuwachs objektiv gemessen werden. Welche Prüfungsformen bieten sich an?Link zu Diagnostik!!!!!

Nicht einzelnen Prozessbeteilgten zuzuordnen sind:

Phasierung von Inhalten:

A        

Strukturierung mehrerer Unterrichtsvorhaben

Studierenden können Unterrichtsvorhaben innerhalb einzelner Inhaltsfelder des Kernlehrplans strukturieren. Beispiel: Im Inhaltsfeld Stromkreise erst Elektrostatik, dann Ströme und Spannungen bei Haushaltsgeräten.

B

Strukturierung einzelner Unterrichtsvorhaben

Unterrichtskonzepte

  1. Kompetenzfermenter
  2. Forschendes Lernen
  3. Historisch/genetisches Lernen
  4. Systemorientiert (z.B. Flüsse von Stoff, Energie oder Informationen => Folgen)

Studierende können ihr Wissen über Unterrichtskonzepte für die Strukturierung eines Unterrichtsvorhabens nutzen. Exemplarisch können Sie Unterrichtsreihen auf der Grundlage eines vorgegebenen Unterrichtskonzeptes entwickeln.

Die Studierenden können Handlungssituationen planen, in denen die Schülerinnen und Schüler Konzepte und Kompetenzen anwenden, üben und mit bereits erworbenen Konzepten und Kompetenzen vernetzen.

Die Studierenden können Lern- und Leistungsphasen getrennt planen und aufeinander beziehen.

C

Strukturierung einer Stunde

  1. Methoden bedingen eine Phasierung
  2. Welche Funktion hat eine Phase?
  3. Phasierung  einer Stunde steht immer im Zusammenhang mit der Phasierung des gesamten Unterrichtsvorhabens.
  4. Jede Phase hat eine eigene Methode.

Kompetenzen: Die Studierenden können die Funktion einer Unterrichtsphase im Zusammenhang mit dem gesamten Unterrichtsvorhaben beschreiben und ausführlich begründen. Sie ordnen der Unterrichtsphase aus einer Auswahl geeignete Methoden zu.

 Literatur:

Waltraud Subelack, Kompetenzorientiert unterrichten

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