Handlungssituation „Hospitieren“

Einleitung

Die Unterrichtshospitation besitzt im Praxissemester einen hohen Stellenwert, sie umfasst einen hohen Anteil der Anwesenheitszeit in der Schule. Während es in den ersten Hospitationsstunden sicherlich interessant ist, die vielen Eindrücke auf sich wirken zu lassen und die Unterrichtsstunden unstrukturiert zu beobachten, verliert diese Vorgehensweise auf Dauer an Reiz und Effektivität. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn die Studierenden im vorbereitenden Seminar einen Hospitationsbogen erarbeiten, der passgenau für den naturwissenschaftlichen Unterricht, die persönlichen Bedürfnisse und die entsprechende Schulform gestaltet wird. Dieser Hospitationsbogen soll in den späteren Begleitveranstaltungen des Praxissemesters überarbeitet und angepasst werden. Ziel ist es beim Hospitieren vor allem Positivbeispiele zu sammeln, um diese für den eigenen Unterricht nutzen zu können.

Beteiligte Themen Kompetenzen
I Uni: Vorbereitende Seminare Merkmale eines erfolgreichen Naturwissenschaftsunterrichts Studierende kennen Merkmale eines erfolgreichen Naturwissenschaftsunterrichts sowie Kriterien für die Beobachtung dieser Merkmale. Studierende können eine Übersicht der Merkmale eines erfolgreichen Naturwissenschaftsunterrichts erstellen, die passgenau auf die Schulform ausgerichtet ist, in der das Praxissemester durchgeführt wird.
II ZfsL: Einführungs-veranstaltungen Hospitationsbögen erarbeiten Studierende können die Merkmale eines erfolgreichen Naturwissenschaftsunterrichts nutzen, um hieraus konkrete Hospitationsbögen zu erarbeiten.
III Uni: Begleit-veranstaltungen Schwerpunkte der Unterrichtsbeobachtung anpassen Studierende können untereinander abgleichen, welche Schwerpunkte bei der Beobachtung von Unterricht besonders zweckdienlich sind.
IV ZfsL: Begleitendes Angebot Hospitationsbögen optimieren und anpassen Studierende können selbst erstellte Hospitationsbögen überarbeiten, um die Hospitationphase in der Schule mit wachsender Präzision und erhöhter Schwerpunktsetzung zu nutzen.
V Schule: Unterrichtsbeobachtungen systematisch durchführen Studierende nutzen Hospitationsbögen für eine systematische Beobachtung von Unterricht mit einer jeweiligen klaren Schwerpunktsetzung. Studierende sammeln schwerpunktmäßig Positivbeispiele erfolgreicher Unterrichtssituationen, archivieren sie und analysieren die Möglichkeit des Einsatzes im eigenen Unterricht. Studierende erarbeiten und überdenken eigene Beobachtungsaufträge/Forschungsfragen, die beim Hospitieren bearbeitet werden.
VI Uni: Prüfungs-leistungen    

Literatur 

Kostka, M. & Köster, P. (2012): Zuschauen und Beobachten – Die ersten Hospitationsstunden. S. 18 – 21 in: Kompetent unterrichten. Ein Praxishandbuch für das Referendariat. – Kallmeyer/Klett

Links 

Link zu Fragebögen für die Unterrichtsbeobachtung:
http://www.unterrichtsdiagnostik.info/

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